Ein Heim für Pilze

Seit dem Frühjahr liegt hier der Stamm einer großen Pappel. Der Baum war krank und musste gefällt werden. Da das Holz aber noch ‚pfenningguat‘ war blieb es liegen, Brennholz sollte irgendann mal daraus werden.
Wurde es zum Teil auch. Aber ein großer Teil liegt immer noch hier und löst sich so langsam auf. Für mich ist das sehr spannend. (Ist nicht mein Brennholz) zu beobachten wie sich das Holz im Laufe des Jahres verändert. – Ist ja nicht mein Brennholz. Jetzt im Spätherbst, also vor ein paar Wochen, waren die Zeichen des Verfalls sehr deutlich zu sehen:

Was hier so schön wächst ist: Pholiota populnea – Pappelschüppling (die großen pilzförmigen Pilze), Daedaleopsis confragosa – rötende Tramete oder rötender Blätterwirrling (der Baumpilz-Pilz) und Chondrostereum purpureum – Violetter Knorpelschichtpilz (das lila Zeugs). Alle Drei sind Erreger der Weißfäule, das ist eine Fäule die das Lignin im Holz abbaut. Lignin ist das Stützmaterial der Bäume und Sträucher. Übrig bleibt nur die weißliche, fasrige Cellulose.
(Im Gegenzug gibt es auch die Braunfäule die die Cellulose abbaut und braunes, würfelig-brüchiges Holz zurück lässt.)

Ob der Stamm den Kollegen jetzt noch als Brennholz viel wert ist wage ich zu bezweifeln. Für mich als Beobachtungsobjekt war er aber sehr spannend und allein deshalb bin ich ihnen dankbar für ihre ‚ja-nichts-verkommen-lassen‘ – Mentalität!

all the birds in the sky VIII

There are just two more birds to go. I’ll cover them both today, so next time I can finally show you what my secret felting project looks like (after about an hour of tedious assemblage.)
The last seven birds all were flying, these two are sitting at rest on top of a little branch.

The black bird is a very common bird in Europe and it’s English name is … um … blackbird (or merle). In Germany we say Amsel (or maybe Schwarzdrossel.)

An then there’s the other one. It’s one of the brighter birds, especially in winter around the bird feeders. In German we call it Gimpel or Dompfaff, the English term is bullfinch.

Can you guess what I was working on?

Goldener Oktober!

Goldener Oktober

Goldener Oktober! Ist das nicht traumhaft? Das goldene Licht, die warmen Temperaturen, die bunten Blätter, die von den Bäumen segeln, die Kastanien am Boden, der Geruch nach Pilzen…

Nebelschwaden am Morgen, Sonnenbad am Nachmittag und gebackener Kürbis am Abend! Wenn es nach mir ginge, wäre das ganze Jahr über ‚kurz-nach-der-Wiesn‘-Zeit!

all the birds in the sky VII

I want to show you another bird today. This ist the last one of the flying variety. There are two more to come, but they are more of the sitting kind. Well, not really, but I felted them in a sitting, and watching, pose…

I’m sure you all know this one, it’s one of the most common birds in european at the bird feeding sites come wintertime. In English it listens to the somewhat …. unfortunate name of great tit. I think I like the german term Kohlmeise better.

all the birds in the sky VI

Time for yet another bird. Today it’s a chaffinch also known as common chaffinch, or Buchfink. I struggled a bit with the colours on this one, the reddish tones on the belly and cheeks turned out to be quite challenging. Also did you notice that it’s got green on it’s lower back? Did not know that.

Ein Bett im Mohnfeld

„Ich wünsche mir einen Wald für meine Wand! Mit Mohnblumen – und einem Hasen!“

Das sind so die Wünsche die so an einen herangetragen werden, wenn man erst einmal damit anfängt anderer Leute Wände zu bemalen. Naja, aus der Wand ist vorerst mal nichts geworden – und aus dem Hasen auch nicht. Aber der, so sagt man mir, sei eh aus Werkhaus-Pappe.

Die Idee aber, ist hängengeblieben. Eine Blumenwiese im dunklen Wald? Nicht gerade das realistischste aller Bilder. Aber auch ein Faszinierendes. Und die Art von Hirngespinst die sich festsetzt, nur um sich zu gegebener Zeit dann doch Bahn zu brechen:

Wer weiß, vielleicht bekommt der kleine Hase doch noch seinen Wald? Und vielleicht sogar noch bevor er zu alt dafür wird?

all the birds in the sky V

So there’s this new felted bird I’ve got for you. It’s called an ‚Eurasian Redstart‚. Don’t mistake it for a ‚black redstart‘, which is – unsurprisingly – a lot darker and has only a red tail. In German we say ‚Gartenrotschwanz‚ and the other, darker one is a ‚Hausrotschwanz‘ (because it fell down the chimney or something – I don’t know…)

The Wind in The Willows

Eines meiner Lieblingsbücher ist ja ‚The Wind in the Willows‘ von Kenneth Grahame. Also nicht mein absolutes Lieblingsbuch (weiß gar nicht welches das wäre), aber eine von den Geschichten die ich immer und immer wieder erzählt bekommen möchte. Soul food quasi – in Bücherform. Ich hab ne deutsche und ne englische Fassung davon im Regal stehen, aber lustigerweise hab ich keine davon gelesen. Ich kenne die Geschichte eigentlich nur als Librivox Lesung eher mittelmäßiger Qualität.

Ich mag diese kleine, beschauliche Welt in der der Maulwurf und die Wasserratte leben, die kleinen Abenteuer, die höflichen Umgangsformen, dieses … vorindustrielle England. Blühende Wiesen, Auenlandschaft, ein Fluss … das hat für mich etwas ungemein behagliches, heimeliges. Erinnert mich an den Hobbit und an Mr. Bliss, an ‚Grandchester Meadows‘ von Pink Floyd und an ‚Three Men in a Boat’… nicht dass ich an nem Fluss aufgewachsen wäre, bei uns gab es nur ein Rinnsal und das war etwa ne viertel Stunde Fußmarsch entfert – aber trotzdem …

Also nicht dass ich alles in dem Buch unproblematisch finde. Das viktoriansche/eduardianische England mit seinen Problemen und der Klassengesellschaft sehe ich durchaus kritisch, aber das ändert nichts daran dass mir die Geschichte halt einfach Spaß macht. „Poop-poop!“

Genug schwadroniert, was ich eigentlich nur sagen wollte : ich hab mal wieder was gemalt: